Der Hund.
Laciparle
Bevor es in den Urlaub geht, treibt mich irgendein Wahnsinn und ich will das Auto putzen. Und so verbinde ich das Praktische mit dem Notwendigen und mache das bei meinen Eltern im Hof. Der Hund dreht fast durch. Erst wird der Staubsauger angebellt, dann wage ich es die Fußmatten auszuklopfen, er erschrickt, bellt die Fußmatten an. Schließlich musss noch ein Eimer mit Dreck dran glauben – der wird gnadenlos zusammengebellt.
Bevor er meine Socken sieht.
Die liegen am Hof, wie die anderen vier Qubikmeter Sachen, die aus dem Auto geflogen sind. Er schnappt sie und ist weg. Und dann gehts los:
Mama: Monty, bring die Socken, komm, bring mir die Socken, ja brings. Monty, kohooom, Socken, ja bring sie her, ja fein, MONTY, Socken, hier, hiiiiiiier her. IN DIE HAND. Komm her, MONTY. (Meine Ohren!) Monty! KOMMST du jetzt her. Hiiiiier. (Meine Socken verschinden unter der Tanne. Mama staubt hinterher. Das Spiel geht weiter, gefühlte fünf Minuten. Dann:)
Der Hund legt meiner Mutter einen abgesabbert Socken in die Hand. Ja FEIN! (Warum sagen alle Hundebesitzer “fein”?) Ja GUTER Monty.
Und Mama triumphierend zu mir “Siehst du er kann es!”
DANKE MONTY. Den anderen Socken hat er irgendwo im hektargroßen Garten versteckt, das Spiel weiderholt sich nochmal einige Minuten, er findet ihn tatsächlich wieder und bringt ihn Mum.
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