Sunday, September 5, 2010

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... wir wissen doch alle was mit Ikarus geschehen ist.

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Servicewüste

Dezember 30th, 2008 by Laciparle

Das Leben in der kleinen Großstadt ist nicht so anonym, wie viele (die nicht hier leben) denken. Bei uns in der Hausgemeinschaft ist es richtig nett. Da leiht sich der eine mal vom anderen ein Ei oder tauscht DVDs, wenn das Fernsehprogramm mal wieder nichts hergibt. Und das geht schnell – schließlich sind wir ein bildungsnahes Haus (wie wohnen nur ein paar Meter neben der Uni, *schmunzel*) und haben nur die dritten Programme. Und wenn in der Wohnung oder dem Haus mal was ziept und kratzt, dann haben wir einen herzensguten Hausmeister, der zwar etwas brummig ist, aber schnell Hilfe leistet und gerne mal auch noch einen Kaffee trinkt. So kamen die Regale in der Küche durch seine Hand an die Wand und die schwächelnde Garderobe schöpfte neuen Mut und hält nun wieder alle Mäntel. Nicht zu vergessen ist auch die Hauseigentümerin, die mit übertriebener Fürsorge und stark ausgelebter Autorität wie ein Hausdrache über allem wacht und jeden Mieter an Weihnachten (unangekündigt!) persönlich besucht. Sie war wie ein Damoklesschwert, das über uns allen schwebte und für Ordnung sorgte. Das war nicht immer schön, aber es war gut so wie es war.

Vor drei Monaten verkaufte die Hauseigentümerin, mit dem Namen einer Gemüsewurzel, das Haus. Seit dem kann man auch mal nachts um elf Staub saugen oder in der Mittagspause Flöte üben. Das ist nicht immer schön, aber es ist gut so wie es ist. Nun ist seit bestimmt vier Wochen das Licht im Keller kaputt. Da herrscht die totale Finsternis, die mich mit ordentlich Herzklopfen im funzligen Licht der Taschenlampe den Weihnachtsschmuck suchen ließ. Wo bleibt denn nur der Hausmeister?

Wie ich telefonisch vom neuen Verwalter erfahre, gibt es den nicht mehr. “Sie müssen in Zukunft ihre Heizung selbst entlüften und beim Einkäufe hochtragen hilft ihnen auch niemand mehr.” teilt mir ebenso freundlich wie zynisch die Volksbankmitarbeiterin mit. So ein Mist. Der neue Hausmeister erledigt nur noch “technisches am Haus” und zwischen den Jahren geht sowieso nichts. Willkommen in der Servicewüste! Kommt jemand mit in den Keller?

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Neues vom Hund

Dezember 8th, 2008 by Laciparle

Monty lebt sich immer besser bei meinen Eltern ein. Er kennt jetzt seinen Platz (da wo der Hundekorb steht) und weiß wo und wann es Fresschen gibt. Die (zahlreichen) Hunde der Nachbarschaft  hat er auch schon abgecheckt und weil er so ein vorwitziger Kerl ist (viel davor, nix dahinter) auch schon eine blutende Pfote eingesteckt. Er hat (zu dessen großer Erleichterung) aufgehört meinen Vater in die Waden zu pfetzen und weiß, wer zur Familie gehört und wer angeknurrt wird.

Absolutes Highlight ist jede Woche die Hundegrupe, zu der in standesgemäßer Begleitung meiner Mutter und meiner Schwester zu gehen pflegt. Nach anfänglichem Trubel mit einer Dogge, bei dem er sich kolossal überschätzt hat mit seinen “er geht mir bis zum Knie” Zentimetern, toben die jetzt gemeinsam durch den Garten.

Gelernt hat er inzwischen, dass er anderer Hunde nicht anbellen darf. Dann bekommt er ein schepperndes Ding vor die Nase geworfen. Und dass er nichts vom Boden essen darf. Aus Pfützen trinken aber schon.

Seine beste Eigenschaft ist jedoch sein Schäferhundetrieb. Nicht von der Rasse, sondern vom Schafe hüten – ich könnte auch Herdentrieb sagen, aber das passt ja auch nicht. Also was ich meine: er sammelt Hunde zusammen. Beim Gassi gehen mit Chico, dem ungezogenen jungen Nachbarsrüden, seines Zeichens Golden Retriever, kam dieser vom Streifzug den Rebhang hoch nicht zurück: Monty kam pflichtbewusst auf das Pfeifen meiner Mutter hin wieder, Chico war weder zu sehen noch zu hören. Monty hat ihn dann gesucht, ordentlich verbellt und zurück zu Frauchen getrieben. Toll oder?

Dass er nicht über den Gartenzaun springen soll ist noch nicht so ganz im Hundehirn angekommen. Sobald sich auf der anderen Seite etwas interessantes ereignet, bleiben Ball, Knochen, Seil, Menschen alles links liegen und Monty springt vor zum Zaun.  im Unterschied zu früher aber nicht mehr sofort drüber, sondern erst nach kurzem Verharren. Quittiert wird das mit einer Gardinenpredigt meiner Mutter und einem beleidigten Hund, der daraufhin ins Haus pest und die nächste Stunde sein Körbchen nicht mehr verlässt.

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